Schulausschuss der Stadt und Elternräte im Dialog

 

„Wer ist eigentlich für was zuständig, wie sind die Entscheidungswege? Warum dauert es immer so lange, bis eine Baumaßnahme durchgeführt wird?“

Um diese Fragen zu klären, hatten die Elternratsvorsitzenden Simone Puppe von der Dietrich-Bonhoeffer-Realschule und Marcel Hanner von der Fritz-Reuter-Realschule eine gemeinsame Elternratssitzung anberaumt, zu der die Mitglieder des Schulausschusses der Stadt geladen waren.

Es erfolgte ein intensiver Austausch, bei dem beide Seiten viel voneinander lernten. „Wir investieren in Kitas, Sporthallen und Schulen in der nächsten Zeit über neun Millionen Euro“, so die Vorsitzende des Schulausschusses Karen Wachendorf, „es handelt sich aber um Steuergelder und da müssen die Entscheidungen sorgfältig getroffen werden.“

Manchmal müssten Aufträge auch mehrfach ausgeschrieben werden und es seien eine Menge Vergaberegeln zu beachten, fügte Ratsherr Willy Knerr hinzu. Man wolle ja auch, dass alles mit rechten Dingen zuginge, somit dauerten Maßnahmen manchmal länger, als man es sich wünschen würde.

Eine weitere Frage aus der Elternschaft befasste sich damit, wer eigentlich entscheidet, welche Schule mit Geldern für Baumaßnahmen bedacht wird.

„Da gibt es nach den Begehungen eine Prioritätenliste, die von der Verwaltung erstellt wird. Die Schulen der Stadt zeigen sich aber untereinander sehr solidarisch. Wenn an einer Schule unerwartet ein bauliches Problem auftaucht, sind die anderen meist bereit, ihre eigenen Belange zurückzustellen.“, so Ratsfrau Susanne Kliche.

Die Ausschussmitglieder motivierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, sich mit Fragen zur Schulpolitik gerne an die Fraktionen im Rat der Stadt oder auch an sie persönlich zu wenden.

„Kontaktieren Sie uns und Sie werden jederzeit bei uns Gehör finden!“

Alle wichtigen Beschlussvorlagen seien auch für die Bürgerinnen und Bürger auf der Homepage der Stadt Gifhorn abrufbar.

Dass sich die Ratsleute eindeutig für starke Realschulen in der Stadt Gifhorn positionierten, freute alle Anwesenden sehr. Auch in der Ausstattung sollen die Realschulen den anderen Schulen nicht nachstehen.

Diese erste gemeinsame Sitzung kam bei allen Beteiligten gut an und man verabredete sich, dieses jährlich zu wiederholen.